Sandra hängt gelangweilt in einer Couchecke; der Zwillingsbruder, Heiko, in der anderen und kriecht mit den Augen förmlich in den Fernseher hinein. Sie ärgert sich über seinen Fußballfanatismus. Immer wieder schaut sie zur Ecke mit dem kleinen Tischchen, wo Mama einen hübschen Blumenstrauß, den Sektkühler und zwei Gläser aufgebaut hat. "Kannst du dir denken", überlegt sie laut, "warum die Eltern gerade heute zu Onkel Bernhard mussten?"
Damals, das war jene Nacht mit dem schweren Gewitter, als Sandra vor Angst ins Zimmer des Bruders gestürzt war und ihn splitternackt auf dem Bett liegen sah. Es war